Cyrill Scheiwiller #501

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Rennberichte

Saison 2020

Arcey, Samstag 17. Oktober 2020

Die Strecke befand sich am Samstagmorgen im Zeittraining in perfektem Zustand und ich machte mich auf die Reise um eine gute Runde zu fahren. Ich versuchte verschiedene Linien zu suchen um meine schnellste Runde zu fahren. Mir gelang eine gute Runde und ich lag auf dem 4. Platz. Wir waren wieder alle innerhalb einer halben Sekunde.

Der Start zum ersten Lauf war verhalten, ich musste kurz in die Kupplung greifen weil es mich sonst aufgestellt hätte, dies bedeutet aber, dass man entscheidende cm verliert. Ich konnte mich aber in der ersten Kurve innen „durchmogeln" und fand mich auf dem 4. Platz wieder. Danach ging die Post ab, ich konnte innerhalb von 2 Runden auf den 1. Platz vorfahren. Dort konnte ich mich dann auch durchsetzen, bis ich durch kleine Fahrfehler wieder von zwei Fahrern überholt wurde. Ich verlor einige Meter auf sie, fand aber wieder meinen eigenen Rhythmus und begann direkt wieder mit dem Aufholen. Als ich wieder am Hinterrad war, sprang ich beim Zielsprung etwa 20cm zu weit links, steckte in der Kompression der Landung ein und es überschlug mich über den Lenker. Ich sprang sofort wieder auf mein Motorrad und fuhr los, wurde aber in dieser kurzen Zeit bereits von 4 Fahrern überholt. Da es meinen vorderen Bremshebel verbogen hatte, konnte ich nicht mehr richtig Bremsen. Ich gab trotzdem mein Bestes und fuhr den 7. Platz ins Ziel.

Der Start zum zweiten Lauf war der gleiche wie der im Ersten, nur konnte ich in diesem Lauf nicht so zulegen wie im Ersten. Ich fuhr lange auf der 4. Position, bis ich von zwei Fahrern überholt wurde, da ich Mitte des Rennlaufes nicht richtig in den Rhythmus fand und einige Fahrfehler machte. Gegen Ende des Rennens konnte ich wieder aufdrehen, fuhr aber unverändert auf dem 6. Platz ins Ziel.
Trotz allem konnte ich aber noch die Führung der Meisterschaftswertung behalten, was bedeutet nochmals alles zu geben am letzten Renntag um diese Führung zu verteidigen.



Arcey, Sonntag 18. Oktober 2020


Die Strecke am Sonntag war gleich wie am Samstag, so versuchte ich neue Linien zu finden um noch schnellere Zeiten zu fahren. Ich fuhr einige Runden, fühlte mich ganz okey und dachte es sind gute Rundenzeiten. Als ich in der Box war, sah ich dass ich 2.5 sec Rückstand auf die Pole verlor und somit versuchte ich sofort nochmals eine schnelle Runde zu fahren. Ich entschied mich, die engen Kurven aussenrum zu fahre, da ich das Gefühl hatte ich habe die Zeit evtl. mit den inneren Linien verloren. Ca. in der Hälfte der Streckenlänge erwischte ich dann leider einen Anlieger nicht richtig, kippte nach innen und stürzte. Es wäre alles kein Problem gewesen, wenn es mir nicht mein rechtes Knie unter dem Motorrad verdreht und überstreckt hätte. Es war ein grosser Schmerz und ich wusste, dass etwas im Knie nicht gut ist. Ich humpelte zum Motorrad und fuhr zum Camper zurück.
Ich hatte mich umgezogen und das Knie wurde sehr schnell sehr dick, zudem konnte ich es nicht mehr selber biegen. Das war der Zeitpunkt als mir bewusst war, dass es nicht mehr möglich ist zu fahren und der Schweizermeistertitel somit Geschichte ist. Das war ein trauriger Moment und ich war komplett am Boden zerstört, mit so einem Saisonende hätte ich nie gerechnet.

Wir sind noch am gleichen Tag sofort in die Notaufnahme um ein Röntgenbild zu machen. Dort wurde mir gesagt, es sei nichts gebrochen und ich bekam für am Montag einen MRI Termin. Nach dem MRI hatten wir schnell Klarheit, was mit dem Knie nicht in Ordnung war. Das Innenband und das hintere Kreuzband sind gerissen, zudem noch ein Knorpelschaden. Nach der Besprechung mit dem Spezialisten war aber klar, dass man es nicht operativ behandeln muss, es wird eine Schiene angefertigt, dass mein Knie in eine optimale Position gebracht wird. So können die Bänder wieder zusammen wachsen und es bildet sich eine Vernarbung.

Für mich war der Umstieg auf KTM die richtige Entscheidung, ich fühlte mich auf dem Motorrad, sowie auch mit dem neuen Team  auf Anhieb sehr wohl. Die Leute sind alle sehr motiviert und helfen mir wo sie nur können. Das ist eine riesen Stütze die ich sehr schätze. Ich fuhr noch nie auf einem so guten Niveau wie mit der KTM. Das Motorrad passt zu mir und ich kann mein ganzes Potenzial abrufen. Leider wurde es nicht mit dem richtigen „Lohn" bezahlt und ich bin in der Schweizermeisterschaft nur auf dem 7. Schlussrang. Dieses Resultat trifft mich momentan am meisten, denn wir sind so nah am Meistertitel gewesen, nur leider habe ich ihn schlussendlich nicht geholt.

Ich möchte mich ganz besonders bei KTM Schweiz sowie bei meinem Mechaniker Adrian und dem ganzen Team bedanken. Ebenfalls einen grossen Dank natürlich an alle Sponsoren, Helfer, Fans und Angehörigen für die Unterstützung.

Bis bald.
Cyrill Scheiwiller #501


Frauenfeld, 11. Oktober 2020

Mit einem Polster von 18 Punkten reiste ich nach Frauenfeld. Die Strecke gefällt mir, obwohl ich da bisher leider noch nie mein ganzes Potential abrufen konnte. Entweder hatte ich Probleme beim Fahren oder das nötige Rennglück fehlte mir. In diesem Jahr wusste ich aber, dass ich in Bestform bin und das ganze Fahrerfeld schon zweimal besiegen konnte.
Also ging ich mit viel Selbstvertrauen ins Zeittraining. Ich konnte drei gute Runden fahren und somit den 5. Startplatz für mich sichern. Ich verlor nur 0.5 sec auf die Poleposition und wusste, dass in meiner schnellsten Runde noch kurz ein anderer Fahrer im Weg war. Somit war ich zufrieden mit der gefahrenen Zeit und dem Startplatz.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir gut. Ich kam gut aus dem Gatter und war auf der Startgeraden einer der Ersten. Da in Frauenfeld der innerste Gatter der Bestplatzierte ist und ich mit Startplatz 5 noch 4 Fahrer neben mir hatte, konnte ich im ersten Bogen nicht ganz innen bleiben. Somit ging ich als 3. aus dem ersten Bogen. Im zweiten Bogen nahmen alle vor mir die innerste Rille und ich versuchte aussen rum Plätze gut zu machen, was sich als grosser Fehler rausstellte. Ich musste einen zu weiten Weg fahren, was bedeutete dass ca. 6 Fahrer innen an mir vorbei gingen. Ich machte mich sofort auf die Aufholjagt und konnte die ersten paar Runden viele Plätze gut machen. Ich befand mich auf Platz 4 als ich dann Probleme mit meinen Unterarmen bekam. Ich hatte keine Kraft mehr und die Arme waren verkrampft. Ich konnte nicht mehr mein ganzes Tempo fahren und somit passierte es, dass ich Position um Position nach hinten gefallen bin. Ich gab mein Bestes aber es ging einfach nicht mehr, schlussendlich fuhr ich als 7. über die Ziellinie.

Der Start zum zweiten Lauf war ähnlich wie der Erste. Ich kam als Zweiter aus dem ersten Bogen, machte nicht nochmal denselben Fehler wie im ersten Lauf und ging im zweiten Bogen innen durch. Somit konnte ich den zweiten Platz halten und ging so ins Rennen hinter dem Belgier Triest.  Ich konnte bis Mitte Rennen gut mitfahren, bis ich wieder Krämpfe in den Unterarmen bekam. Ich gab mein Bestes um nicht zu viele Plätze zu verlieren, aber es gelang mir nicht vorne zu bleiben. Ich fuhr als 8. über die Ziellinie.

Frauenfeld war überhaupt kein Erfolg für mich. Dieses Wochenende verfolgte mich auch in der darauffolgenden Woche noch und ich versuchte herauszufinden was der Grund war, dass ich nicht besser fahren konnte. Trotzdem konnte ich gegen Ende der Woche positiv nach vorne blicken und mich auf die letzten beiden Renntage in Arcey freuen.

Rennbericht Möggers, 12./13.09.2020

Da ich in Möggers noch nicht oft gefahren bin, wollte ich den Samstag nutzen um mich optimal auf den Rennsonntag vorzubereiten. Somit startete ich am Samstag beim Verein SAM. Leider konnte ich aber nicht beide Läufe bestreiten, denn mich erwischte im ersten Lauf mit voller Wucht ein Stein am Oberkiefer und dabei platzte mir die Oberlippe auf. Das hat tierisch wehgetan und auch meine Zähne schmerzten dementsprechend. Zum Glück fahre ich immer mit Zahnschutz, vermutlich hätte ich sonst einen Zahn weniger. Leider konnte die Wunde auf Platz nicht gleich genäht werden, weswegen wir die Wunde dann mit Steristip zusammenhalten konnten. Ich beschloss dann den zweiten Lauf nicht mehr zu fahren und mich für Sonntag auszuruhen und zu erholen.

Am Sonntagmorgen hatte ich noch ein wenig einen Brummschädel, aber ich war mir sicher, dass ich an den Start gehen kann. Wir hatten um meinen Mund zu schützen ein kleines „Wattepolster" mit Tape befestigt. Im Zeittraining musste ich viele Runden abbrechen weil es sehr viel Verkehr auf der Strecke hatte. Meine schnellste Runde war auch nicht ganz optimal, da ich in einem Bogen die Aussenspur nehmen musste, da sich auf der Ideallinie ein anderer Fahrer befand, aber es reichte für Startplatz 5 was ganz okey war.

Der Start zum ersten Lauf verlief nicht ganz optimal. Ich kam gut aus dem Gatter, traf aber die Rille nach dem Gatter nicht perfekt und so verrutschte mir das Hinterrad ein wenig, was weniger Traktion bedeutet. Dies sind ganz kleine aber entscheidende cm die man verliert und nachher eingeklemmt wird. So kam ich ca. als 15. aus dem ersten Bogen. Ich wollte möglichst schnell, viele Plätze gut machen, da ich wusste dass es auf dieser Strecke schwierig ist zu überholen. Ich konnte mit aggressivem Fahrstil innerhalb einer Runde 10 Plätze gut machen, danach fand ich einen guten Rhythmus und fuhr bis auf Platz 3 vor. Die ersten Beiden waren aber leider schon zu weit weg um aufzuholen. Der 3. Platz war zufriedenstellend.

Im zweiten Lauf habe ich den Startgatter ganz innen gewählt, da ich wusste dass dort der Boden die ersten 10m ein wenig härter ist. Ich kam perfekt aus dem Gatter und konnte mit dem harten Boden super beschleunigen, so dass ich im ersten Bogen eine Motorrad länge Vorsprung hatte. Leider hatte ich einen kleinen Fahrfehler im zweiten Bogen und Nico Seiler konnte an mir vorbei ziehen. Ich konnte aber gleich wieder Druck machen, so dass er mich passieren liess. Ich fuhr einen Abstand raus bis mich Mitte Rennen der Belgier Nick Triest überholte. Er fuhr gute Linien die ich abschauen konnte und liess mich nicht abwimmeln. Gegen Ende des Rennens startete ich erfolgreich einen Konter und fuhr schlussendlich mit Vorsprung zum Sieg.

Erneuter Tagessieg! Das Resultat war für mich perfekt und ich war sehr Happy und zufrieden.

Vielen Dank für die ganze Unterstützung und bis bald.
Liebe Grüsse
Cyrill Scheiwiller #501

UPDATE betreffend weiterem Saisonverlauf:
Da das Rennen in Payerne leider abgesagt werden musste, waren div. Abklärungen betreffend einem Ersatzrennen im Gange. Seit dieser Woche ist klar, dass am Sonntag 11.10.2020 ein Rennen in Frauenfeld durchgeführt werden kann.
Das Abschlussrennen findet dann am Samstag & Sonntag 17.10. & 18.10.2020 in Arcey (F) statt (ACHTUNG beide Renntage zählen zur Meisterschaft).

Motocross Beggingen, 22./23. August 2020

Nach langem Warten, konnte die Schweizermeisterschaft endlich in Beggingen starten. Am Samstag führte der Verband SAM die Rennen durch, die ich direkt als Training für den Sonntag nutzte. Aufgrund der ausserordentlichen Situation wurde der Zeitplan am Renntag (Sonntag) leicht angepasst. Dies bedeutete, dass wir statt einem Training (20min) und einem separaten Zeittraining (25min) neu nur ein 5 minütiges Training im Zeittraining zur Verfügung haben. Dies wiederum bedeutet für uns Fahrer, dass wir viel weniger Zeit haben uns die Strecke einzuprägen und schnelle Zeiten zu fahren. Für mich spielte es aber keine Rolle, da ich am Samstag schon genug fahren konnte.

Ich muss ein wenig eingestehen, dass ich leicht nervös war vor dem Zeittraining, da ich das erste Mal in meiner Karriere mit einer anderen Farbe als Blau am Start stehe. Denn man weiss ja nie, wie gut man sich im Winter schlussendlich vorbereitet hat, wie schnell man wirklich ist und ob alles passt was man getestet hat. Vorallem auch nach der coronabedingten Pause nach dem Wintertraining, weiss man nicht genau wo man nun steht. All dies sieht man am ersten Rennen, wenn man den Vergleich mit den anderen Fahrern hat. Somit war ich dementsprechend erleichtert als ich im Zeittraining kurzzeitig die schnellste Runde gefahren bin, denn das Starterfeld war stark besetzt. Als Gaststarter stand auch der WM Pilot Valentin Guillod am Start. Am Schluss konnte er das Zeittraining für sich entscheiden und ich reihte mich an zweiter Stelle ein.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir perfekt. Ich hatte den Holeshot und konnte den Lauf am Schluss gewinnen. Dies war ein perfekter erster Lauf für mich, ein Saisonstart nach Lehrbuch.

Der Start zum zweiten Lauf war ein wenig schwieriger. Ich kam an fünfter Stelle aus dem ersten Bogen, konnte aber in der ersten Runde auf Platz zwei vorfahren. Valentin führte das Feld an. In der zweiten Runde startete ich einen Angriff, denn ich konnte schneller fahren als er. Mir gelang das Überholmanöver und ich führte das Feld bis ins letzte Drittel an, bis mich Valentin zurücküberholte. Ich konnte mit seinem Tempo mitgehen und startete einige Runden später einen erneuten Überholungsangriff, dabei rutschte mir aber leider das Vorderrad im Bogen weg und ich stürzte. Zum Glück hatte ich genug Vorsprung auf den Drittplatzierten und konnte den zweiten Platz trotz Ausrutscher sicher ins Ziel fahren.

Dies bedeutete den Tagessieg und somit auch die Meisterschaftsführung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende und bin auch erleichtert, dass mich das Gefühl nicht getäuscht hat im Winter. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, ich fahre mit meiner neuen KTM besser als mit der letztjährigen Maschine. Ich bin auch froh, dass ich den Markenwechsel gewagt habe, denn ich fühle mich sehr wohl im neuen Team, wie auch auf dem Motorrad.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen, die mir den Wechsel ermöglicht haben.
Vielen herzlichen Dank.

Liebe Grüsse und bis bald
Cyrill Scheiwiller #501


Saison 2019

Saisonrückblick

Meine Saison startete sehr stark. Ich konnte am ersten Rennen mein ganzes Potential abrufen und mich mit Jeremy Seewer messen. Doch ab Mitte Saison wurde es immer komplizierter mit meinen Knieverletzungen. Ich konnte nicht mehr mein ganzes Tempo fahren, war nicht frei im Kopf und hatte einen Kampf. Trotzdem als Vizemeister aus der Saison zu gehen war für mich ein voller Erfolg.
Herzlichen Dank an euch alle, die mir das ermöglicht haben. Ohne euch wäre dieses Resultat niemals erreichbar gewesen. Vielen, vielen Dank!


Als grosses Highlight wurde ich noch kurzfristig für das MX der Nationen nachnominiert, als Ersatz für den verletzen Arnaud Tonus. Das ist der grösste Anlass/das Saisonhighlight im Motocross Sport, wo man als 3er Team für die eigene Nation antritt. Es fand dieses Jahr in Assen (NL) im Sand statt. Sand ist immer sehr speziell und schwierig zu fahren, zudem regnete es das ganze Wochenende was das Ganze nicht wirklich einfacher machte. Ich gab trotzdem mein Bestes und hatte einen riesen Spass zu fahren, obwohl es extreme Bedingungen waren. Wir verpassten leider die Top Ten knapp und wurden 11. Ich war mit meiner Leistung zufrieden, da ich alle Läufe ins Ziel brachte, denn das war nicht einfach bei diesen Bedingungen. Danke an alle, die mich bei diesem Erlebnis unterstützt haben.

Nun starte ich in die Winterpause und wünsche euch allen eine schöne Herbstzeit.

Bis bald
Cyrill Scheiwiller #501

Malters, 08.09.2019

Auf das Rennen in Malters freute ich mich besonders, denn die Vorbereitungen wurden mit einem immensen Aufwand betrieben und es war einmal mehr eine grossartige Veranstaltung. Die Strecke hatte ein super Layout und es machte grossen Spass zu fahren. Leider machte das Wetter nicht ganz mit und es regnete den ganzen Renntag. Die Strecke war sehr schwierig zu fahren, da sie nass und tief war. Ich konnte dennoch eine einigermassen gute Runde fahren im Zeittraining und wurde 5.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir nicht. Ich wurde auf der Geraden eingeklemmt und musste Gas rausnehmen. Nach der ersten Runde war ich 10. und konnte mich zum Glück noch nach vorne kämpfen, schlussendlich wurde ich 6. Es war nicht gut, aber Schadenbegrenzung und daher okey.

Der Start zum zweiten Lauf war ähnlich wie der Erste. Leider stürzte ich gleich zweimal in der ersten Runde und verlor einige Plätze. Ich fuhr mein Tempo und konnte wieder einige Mitstreiter aufholen. Am Schluss wurde ich 9. und somit in der Schweizermeisterschaft Vizemeister in der Kategorie MX Open, was sehr gut war. Den Meistertitel holte der ehemalige Vizeweltmeister Valentin Guillod. Glückwunsch von meiner Seite her.


Linden, 18.08.2019

Das FMS-Schweizermeisterrennen in Linden war für uns Inter-Piloten dieses Jahr das erste Mal. Ich kam das ganze Wochenende leider nie richtig in Fahrt. Der Grund dafür lag möglicherweise an meinen Knien, denn ich habe während der Saison in beiden Knien die Innenbänder angerissen, was mir beim Abstehen Schmerzen bereitet. In Linden war die ganze Strecke am Hang, was bedeutet, dass man oftmals abstehen muss und dies war nicht ganz einfach für mich. Im Zeittraining konnte ich nur den 9. Rang erzielen.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir gut, ich ging als 4. in die erste Runde. Während des Laufes verlor ich leider Platz um Platz und wurde am Schluss 8. Ich war klar nicht zufrieden, aber ich fühlte mich einfach nicht wohl auf dieser Strecke.

Der Start zum zweiten Lauf war schwieriger, ich kam ca. als 11. aus der Startkurve konnte mich dann aber einige Plätze nach vorne schaffen in der ersten Runde. Während dem Lauf wurde ich wieder von einigen Mitstreitern überholt und hatte noch einen Sturz. Ich fuhr als 10. über die Ziellinie, ein nicht sehr gelungenes Wochenende. Trotzdem habe ich zum Glück in der Meisterschaft keine Vorsprungpunkte auf den 3. Platzierten verloren.

MX Broc, 21.07.2019

Broc ist immer eine speziell harte Strecke. Jetzt war es noch sehr heiss die Tage zuvor, was das Ganze nicht besser machte. Somit sehr schwierig und rutschig zu fahren. Im Zeittraining gelang mir überhaupt nichts und ich fühlte mich auch nicht wohl. Ich wurde trotz allem noch 7., meine Erwartungen hat es übertroffen, denn ich dachte, es würde mir nicht in die Top 10 reichen.
Der Start zum ersten Lauf war nicht optimal. Ich ging als 10. um die erste Kurve. Danach konnte ich in der ersten Runde einige Plätze gut machen und fand mich auf Platz 6. wieder. Als ich sehr gut in den Rhythmus kam und die vor mir Fahrenden angreifen wollte, wurde das Rennen abgebrochen, da Andy Baumgartner schwer gestürzt ist. An dieser Stelle wünsche ich Andy gute Besserung.
Da wir genug Renndistanz gefahren sind wurde der Lauf zur Meisterschaft gewertet.

Der Start zum zweiten Lauf war besser und ich fand mich an 2. Stelle. Ich konnte den führenden Kehrli überholen. Als er mich 3 Runden später wieder überholte, konnte ich ihm zwar folgen aber nicht zurück attackieren. Ich fuhr hinter ihm und wurde dann noch von Guillod und Boog überholt. Somit fuhr ich einen guten 4. Platz ins Ziel.

Die Meisterschaftsführung ist nun leider mit einem Punkt Vorsprung bei Guillod. Es wird nicht leicht, denn Guillod ist ein ehemaliger Top 3 WM-Pilot. Aber ich werde mein Bestes geben, um ihn zu schlagen.

In diesem Sinne herzlichen Dank an euch alle, dass ihr mich immer so gut unterstützt und hinter mir steht. Freue mich über jeden Einzelnen, der den Weg an den Pistenrand findet um zu „fanen" und mich zu unterstützen.

MX Cossonay, 16.06.2019

Auf Cossonay freute ich mich sehr, denn die Strecke ist sehr technisch und das liegt mir gut. Im Zeittraining zeigte sich dies auch und ich konnte mir den guten 3. Startplatz sichern.

Der Start zum ersten Lauf war nicht sehr gut. Ich wurde im ersten Bogen eingeklemmt und ging als 8. ins Rennen. Ich konnte aber gut vorfahren, einige Fahrer überholen und wurde am Schluss 4. Dies war für mich eine Schadensbegrenzung und ich hatte Hoffnung in den zweiten Lauf.

Der Start zum zweiten Lauf war besser. Ich ging als 4. ins Rennen und konnte ein gutes Tempo fahren. Mitte Rennen überholte ich den Drittplatzierten und griff auch noch den Zweitplatzierten an. Leider konnte ich ihn aber nicht mehr überholen und wurde somit 3.
Das Wochenende war gut, denn ich habe die Meisterschaftsführung verteidigt.

MX Muri, 10.06.2019

Das Zeittraining in Muri war ziemlich kompliziert zu fahren. Es hatte sehr viele Fahrer, somit war die Strecke stark befahren und man musste sehr aufmerksam sein, um eine gute Runde ins Ziel zu bringen. Leider gelang es mir nicht, da es jedes Mal einen Fahrer hatte, der mir in die Linie gefahren ist und ich somit das Tempo reduzieren musste. Es reichte leider nur für den 7. Startplatz, was aber nicht weiter schlimm ist, denn der Startgatter in Muri ist sehr ausgeglichen und man hat von allen Startplätzen eine gute Startvoraussetzung.

Der Start zum ersten Lauf war perfekt, ich holte den Holeshot und führte das Feld an. Ich fuhr einige sehr gute Runden aber Mitte Rennen unterliefen mir dann einige Fehler und ich musste Guillod und Boog vorbei ziehen lassen. Ich konnte ihnen nicht ganz folgen und sie fuhren einen ziemlichen Abstand raus. Als es plötzlich begann zu regnen, kam ich wohl wieder am besten damit zurecht, denn ich schloss plötzlich in sehr grossen Schritten auf Boog und Guillod auf. Am Schluss war ich am Hinterrad von Boog, konnte ihn aber leider nicht mehr überholen, da die Zeit abgelaufen ist. Trotzdem ein sehr guter 3. Platz und ich war gespannt auf den zweiten Lauf.

Da es nicht mehr aufhörte zu regnen, war der zweite Lauf ein ziemlicher „Morascht". Ich wusste, dass der Start bei diesem Wetter sehr wichtig ist, um möglichst wenig Dreck vom Fahrer vor mir abzubekommen. Mir gelang der Start nicht schlecht und ich ging als 3. in die erste Runde. Die Verhältnisse waren wirklich sehr schwierig und daher fuhr ich auf Sicher. Ich wollte nicht stürzen und somit kostbare Punkte in der Meisterschaft verlieren, deshalb verlor ich noch zwei Plätze und kam als 5. ins Ziel.
Ziel erreicht,  ich konnte meine Meisterschaftsführung ausbauen. J


Frauenfeld, 22.04.2019

Frauenfeld ist nicht ganz meine Lieblingsstrecke. Es liegt nicht an der Strecke selber sondern einfach daran, dass es aus irgendeinem Grund meist nicht ganz rund läuft. Auch diesmal war es leider wieder so. Es hatte wieder enorm viel Verkehr auf der Strecke und ich versuchte x-Mal eine schnelle Runde zu fahren. Leider musste ich aber fast alle Versuche abbrechen, da immer jemand im Weg war, der mir meine Runde zu Nichte machte. Zu allem Übel stürzte ich dann auch noch und war sehr unzufrieden mit dem Zeittraining und dem 11. Startplatz.

Ich ging trotz allem motoviert in den ersten Lauf. Es waren wieder einige WM-Fahrer am Start mit Gautier Paulin, Arnaud Tonus und Valentin Guillod. Ich erwischte einen bomben Start und fand mich als Zweitplatzierter nach der ersten Kurve. Ich fuhr einige gute Runden, trotzdem hatten mich aber Gautier und Arnaud überholt. Ich versuchte den beiden dranzubleiben und einen Abstand auf das restliche Starterfeld raus zu fahren. Doch dann passierte es…. In einer Wellensektion rutschte mir das Hinterrad kurz weg und fand dann am tiefsten Punkt zwischen den Wellen wieder enormen Gripp. Es ging alles so schnell, dass ich nicht mehr reagieren konnte und es schlug mich bei voller Fahrt nach hinten. Somit meine super Position zu Nichte und mein Motorrad komplett verbogen. Die Linksbögen waren sehr schlecht zu fahren, da der Lenker so stark verbogen war, dass ich nicht mehr gut einlenken konnte. Trotz allem gab ich alles und fuhr noch auf den 11. Platz vor. Dieser erste Lauf verlief natürlich nicht nach meinem Wunsch, es hätte aber auch schlimmer ausgehen können.

Der Start zum zweiten Lauf war wiederholt sehr gut. Ich war 3. nach der ersten Runde und konnte den ganzen Lauf ein sehr gutes Tempo fahren, nur Guillod konnte noch an mir vorbeiziehen. Somit war ich der Erste aus der laufenden Schweizermeisterschaft, was genau mein Plan war.  
Momentan führe ich die Meisterschaft an und werde weiterhin versuchen so weiterzufahren, denn momentan fühle ich mich sehr wohl auf dem Motorrad.

Das nächste FMS-Rennen findet am Pfingstmontag 10.06.2019 in Muri AG statt.

Vielen Dank für eure Unterstützung und hoffentlich bis bald.
Greez Cyrill # 501

Wohlen, 13. & 14.04.2019

Da der Saisonstart in Payerne leider abgesagt wurde und auch kein Verschiebedatum zur Verfügung stand, war der Saisonstart 2019 dann in Wohlen. Ich bedaure sehr, dass Payerne dieses Jahr nicht stattfindet, denn es ist eine meiner Lieblingsstrecken.

Das Wetter in Wohlen war eisig kalt, nicht einmal 10 Grad und es ging das ganze Wochenende einen unangenehmen Wind. Beim Fahren ging es gut mit der Kälte, ausser dass die Finger fast abgefroren sind. Das Zeittraining verlief okey aber nicht ganz nach meinen Wünschen. Ich hatte zwar einige gute Runden, die ich aber leider abbrechen musste, aus dem einfachen Grund dass sehr viel Verkehr auf der Strecke war. Nichts desto trotz ist dies keine Entschuldigung, ich war aber nicht ganz zufrieden mit dem 4. Startplatz und hoffte auf einen guten Start in die beiden Läufe.

Jeremy Seewer gab seinen einzigen Gaststart den er zur Verfügung hat in Wohlen. Für uns ist es eine riesen Bereicherung wenn WM Piloten in unserer Kategorie starten, denn wir können von diesem Tempo nur profitieren. Zudem kenne ich Jeremy sehr gut und es machte extrem viel Spass mit ihm zu fahren. Der Start zum ersten Lauf gelang mir ganz gut. Ich kam als 3. aus der Startkurve und war direkt hinter dem Zweitplatzierten Jeremy Seewer. Als es zum ersten Step-down kam konnte ich Jeremy und den Erstplatzierten direkt überholen. Somit befand ich mich in Führung. Diesen heiss begehrten ersten Rang gab ich eine ganze Weile nicht mehr ab, was mich einwenig überraschte. Ich rechnete in der nächsten Kurve bereits wieder mit einem Angriff von Jeremy, denn er ist doch noch einiges schneller als wir in der Schweizermeisterschaft. Trotzdem führte ich bis zur Mitte der Renndauer das Feld an, bis dann der Angriff kam. Im nächsten Bogen kam ich dann aber wieder besser raus und konnte gleich nochmals kontern und an ihm vorbei ziehen. Mittlerweile hatten wir schon einen ziemlichen Abstand zum restlichen Feld und als mich Jeremy nochmals überholen konnte, konnte ich nichts mehr dagegen unternehmen. Er hatte dann auch einen kleinen Vorsprung, was zu einem erneuten Gegenangriff leider nicht mehr reichte. Nach diesem spannenden hin und her fuhr ich einen super 2. Platz ins Ziel. Ich war überglücklich, denn ich hätte nie gedacht, dass ich mit Jeremy so mitfahren und fighten kann.

Der Start zum zweiten Lauf war ähnlich wie im Ersten. Ich ging als 3. in die erste Runde, überholte den Zweitplatzierten und fuhr das ganze Rennen hinter Jeremy und so auch sicher ins Ziel. Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende für mich und ich konnte mein ganzes Potenzial abrufen.

Saison 2018

Braunau, 24.06.2018

Die Piste in Braunau war dieselbe wie letztes Jahr. Sie war nicht besonders technisch und somit war der Unterschied zwischen den Fahrern nicht extrem gross. Jeder konnte etwa gleich schnell fahren.
Im Zeittraining konnte ich die zweitschnellste Zeit fahren. Die Piste lag mir gut und ich wusste, dass da mehr drin liegen kann.

Der Start zum ersten Lauf klappte nahezu perfekt. Ich kam als 2. aus dem ersten Bogen und bereits im zweiten Bogen konnte ich die Führung an mich reissen. Diese gab ich nicht mehr her bis zum Ziel. In der 6. Runde hatte ich zwar noch einen kleinen Ausrutscher und stürzte, hatte aber zum Glück genug Vorsprung um die Führung zu behalten.

Der Start zum zweiten Lauf verlief gut aber nicht perfekt. Im war etwa 6. nach der ersten Kurve und hatte ziemlich Mühe um zu überholen. Somit konnten die beiden Führenden den Vorsprung ausbauen, welcher mir am Schluss leider zu gross war. Ich überholte meine Mitstreiter bis ich auf Platz 3 lag und versuchte dann die erwähnte Lücke zu schliessen, dies gelang mir aber leider nicht mehr und somit wurde ich schlussendlich 3. Dies bedeutete für mich aber den Tagessieg.
Ich bin zufrieden und gehe voller Motivation in die beiden letzten FMS-Rennen dieser Saison am 22. Juli in Broc und am 26. August in Mannens.

Greez Cyrill  #501

Cossonay, 10.06.2018

Die Strecke zeigte sich bei der Besichtigung in einem hervorragenden Zustand. Das Zeittraining lief sehr gut, denn ich fühlte mich sehr wohl auf der Strecke. Sie war technisch und hatte sehr viele tiefe und lange Spurrillen. Ich konnte die schnellste Rundenzeit herausfahren und hatte somit den ersten Startplatz. Ich war stark motiviert für die beiden Rennläufe.

Der Start in den ersten Lauf ging komplett in die Hosen. Ich kam nicht optimal über den Startgatter und fiel somit nach hinten. Dadurch dachte ich mir ich könnte den ersten Bogen schneiden und hinter dem restlichen Feld durch fahren. Dabei bemerkte ich den neben mir fahrenden leider nicht und fuhr ihm direkt aufs Hinterrad. Dabei stürzte ich und musste als Letzter wieder losfahren. Ich versuchte sofort die vor mir fahrenden Fahrer zu überholen. Es gelang mir sehr gut, bis ich in der dritten Runde nochmals bei einer Rille ausrutschte. Ich verlor zum Glück nur einen Platz und konnte die Aufholjagd wieder aufnehmen. Im Rennen hatte ich mit Abstand die schnellsten Rundenzeiten, dies motivierte und somit kam ich sehr gut nach vorne. Am Schluss befand ich mich auf dem 6. Schlussrang. Leider war die Renndauer schon vorbei, ansonsten wäre vielleicht sogar ein Podest noch möglich gewesen, denn als das Rennen abgewunken wurde, konnte ich direkt auf eine 4er Gruppe aufschliessen.

Der Start zum zweiten Lauf musste ich ohne Starthilfe bewältigen, denn diese ging leider kaputt. wir konnten sie zwar einhaken, aber sie löste sich nicht mehr selber. Nach der ersten Runde war ich ca. 10. und kämpfe mich wieder nach vorne. Nach kurzer Zeit war ich bereits auf Platz 4, fiel dann aber nach einem Sturz wieder auf den 8. zurück. Schlussendlich konnte ich noch 2 Plätze gut machen und fuhr als 6. durchs Ziel.
Es war ein sehr enttäuschendes Wochenende, denn ich konnte klar die schnellsten Rundenzeiten fahren und habe nichts daraus gemacht…

Greez Cyrill #501

Muri, 21.05.2018

Der Pfingstmontag stand vor der Tür und wir machten uns auf den Weg nach Muri ans Pfingstmotocross.
Die Strecke zeigte sich leider bei der Besichtigung mit vielen fragwürdigen Passagen.  In Muri machen die Veranstalter immer etwas Neues auf der Strecke, was sehr positiv ist, aber leider hapert es manchmal bei der Umsetzung. Diesmal mussten wir Fahrer bei der Fahrerbesprechung auch einige Sachen ansprechen. Das meiste setzten die Verantwortlichen zum Glück am gleichen Abend noch um.

Im Zeittraining dachte ich, dass ich einen guten Speed fahre. Dies war aber leider nicht so, denn ich konnte nur die 6. schnellste Runde erzielen. Ich wusste aber, dass ich im Lauf noch eine „Schippe" drauf legen kann.

Im ersten Lauf, fand ich mich nach einem mittelmässigen Start an 8. Position nach der ersten Runde. Ich verlor leider bereits jetzt einige Meter auf die Spitze, da ich viel Zeit beim Überholen verlor. Trotz allem war ich ca. 10min vor Schluss an 2. Stelle und setzte nochmals alles um den erstplatzierten Clermont einzuholen. Dies gelang mir leider knapp nicht mehr und ich fuhr den guten 2. Platz ins Ziel.

Der Start zum zweiten Lauf war ein wenig besser als im Ersten. Leider fuhr ich in der dritten Kurve dem vor mir liegenden Fahrer ins Hinterrad und konnte nur mit viel Mühe einen Sturz verhindern. Ich rannte neben dem Motorrad her und bin schlussendlich in den Seilen gelandet. Als Allerletzter nahm ich das Rennen wieder auf und kämpfte mich Platz um Platz nach vorne. Ich konnte mich leider nicht weiter als auf den 8. Rang nach vorne kämpfen und war ein wenig enttäuscht, dass ich nicht um den Sieg mitfighten konnte. Trotzdem bin ich aber froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

Greez Cyrill Scheiwiller #501

 



Wohlen, 15.04.18

Wiederholt ein super schönes Wochenende mit Traumwetter und guten Streckenverhältnissen war in Aussicht. Am Samstag fuhr ich bereits in der Klasse Masters MX 1 der SAM Meisterschaft mit.
Am Sonntagmorgen im Zeittraining passierte dann aber ein kleines Missgeschick. Als ich in der letzten Runde nochmals eine schnelle Runde fahren wollte, rutschte ich beim anbremsen über`s Vorderrad aus. Alles ging so schnell, dass ich keine Chance mehr hatte mit dem Fuss abzustehen. Somit rammte ich meine linke Hand mit voller Wucht in den Boden und brach mir dabei den kleinen Finger.
Ich wollte aber auf keinen Fall aufgeben und wenigstens versuchen die Rennläufe am Nachmittag zu fahren. Janine hat mir den Finger an den Ringfinger „getapet" um ihn bestmöglich zu stabilisieren.
Der Start zum ersten Lauf war bombig. Ich konnte mir den Holeshot holen und war somit Erster. Ich fuhr mein Tempo und dies gelang mir sehr gut. Ich führte das ganze Rennen, bis mich zwei Runden vor Schluss der Belgier Triest überholte. Gleich danach konnte ich ihn zwar nochmals retour überholen, es gelang mir aber leider nicht mehr vor ihm zu bleiben. Somit wurde ich guter Zweiter.
Der Start zum zweiten Lauf war ebenfalls sehr gut. Ich war 4. nach der ersten Runde und konnte mich stetig nach vorne kämpfen, bis ich auf der 2. Position lag. Ich versuchte den Erstplatzierten Andy Baumgartner einzuholen. Es gelang mir auch noch, ihm immer näher zu kommen, aber dann wurde das Rennen abgewunken und ich wurde wiederholt 2. Ich war sehr zufrieden, dass ich trotz meiner  lädierten Hand noch den 2. Platz heraus fahren konnte.
Am Ende war es der Tagessieg für mich, was mich natürlich sehr freute. In der Meisterschaft konnte ich mich sogar von Rang 5 auf Rang 2 verbessern. Somit hat es sich für mich gelohnt auf die Zähne zu beissen und zu kämpfen.
Ich ging nach dem Lauf direkt in den Spital um den Finger zu röntgen. Sie konnten mir den Bruch ohne Operation richten und in der richtigen Position fixieren. Am vergangenen Freitag war ich nochmals im Spital zum Kontrollröntgen und es wurde mir bestätigt, dass die Heilung gut aussieht. Jetzt muss es nochmals 2-3Wochen ruhig gestellt werden und dann wird weiter entschieden.
Ich hoffe das Beste und habe ein gutes Gefühl.
An dieser Stelle herzlichen Dank an mein Team und an euch Sponsoren, dass ihr es mir ermöglicht näher an meine Ziele zu kommen und mir den Weg bedeutend einfacher macht. Danke!

 




Payerne, 08.04.18

Payerne ist eine meiner Lieblingsstrecken. Sie war in einem hervorragenden Zustand und das Wetter war ebenfalls perfekt. Ich freute mich sehr auf dieses Rennen.
Im Zeittraining fuhr ich wieder den 3. Startrang heraus und war somit der beste Schweizer, denn auf den ersten beiden Rängen waren zwei Franzosen.
Der Start zum ersten Lauf war mittelmässig. Nach der ersten Kurve war ich 8. Im Unterschied zu Frauenfeld konnte ich hier aber einen guten Rhythmus finden und mein Tempo das ganze Rennen durchziehen, was am Schluss mit dem 3. Rang belohnt wurde.
Im zweiten Lauf war der Start miserabel. Ich startete ca. auf 20. Position in die erste Runde. Trotz allem konnte ich mich sehr gut nach vorne kämpfen und am Schluss fuhr ich als 4. über die Ziellinie.
Ich freute mich sehr über den 2. Tagesrang, denn der Erstplatzierte war ein Gaststarter.


Frauenfeld, 02.04.2018

Mit guten Wettervorhersagen reisten wir zum Saisonstart nach Frauenfeld.
Die Piste präsentierte sich in hervorragendem Zustand und auch der Boden war optimal und griffig.

Im Zeittraining konnte ich in der letzten Runde eine sehr gute Rundenzeit herausfahren und durfte mir den 3. Startplatz sichern.
Der Start zum ersten Lauf gelang mir überhaupt nicht. Ich kam ca. als 10. aus der ersten Kurve und wurde dabei noch eingeklemmt. Somit hiess es für mich eine Aufholjagd zu starten. Ich gab mein Bestes und konnte es super umsetzen in den ersten 10 Minuten. Danach war aber leider die Luft raus und ich konnte nicht mehr mein richtiges Tempo weiterfahren. Am Schluss befand ich mich auf dem 8. Rang.
Der Start zum zweiten Lauf war besser als der Erste. Ich war etwa an 7. Position und wollte den vor mir liegenden Fahrer überholen, als es mir das Vorderrad wegen eines Steines aus der Rille schlug und ich zu Boden ging. Danach kämpfte ich nochmals nach vorne, stürzte aber wiederholt. Im Ziel war ich dann auf Rang 10.
Nicht gerade dass, was ich vom Saisonstart erwartet habe. Ich fühlte mich nicht zu 100% fit und konnte wahrscheinlich deshalb mein Tempo nicht das ganze Rennen durchziehen. Trotz allem hatte es aber auch etwas positives, denn ich habe gesehen, dass mein Tempo sehr gut ist und ich eigentlich mit den Ersten mithalten könnte.


Saison 2017

Saisonfinale in Amriswil, 24.09.2017

Schon stand das Finale der Saison 2017 vor der Türe. Diese Strecke in Amriswil kannte ich schon gut, denn die SAM-Veranstalter  hatten diese Strecke schon oft auf dem Rennkalender. Es ist nicht eine meiner Lieblingstrecken, trotzdem ging ich aber motiviert an dieses Abschlussrennen und gab mein Bestes.
Im Zeittraining wurde ich erneut 8. Dies war auch okey, da es wieder Gaststarter und WM-Piloten auf der Startliste hatte.
Ich ging gespannt in den ersten Lauf. Da gelang mir dann der aller erste Holeshot (Startsieg) der Saison. Ich fuhr lange vorne bis ich von Jason Clermont überholt wurde. Ich versuchte an ihm dranzubleiben und hatte dann aber beinahe einen Sturz. Dabei wurde ich eine weitere Position nach hinten gereiht. Gegen Mitte des Rennens konnte ich nochmals aufdrehen und überholte den 2. Platzierten. Dabei kam ich so gut in den Rhythmus, dass ich auch die Lücke zu Clermont minimieren konnte. Als ich direkt am Hinterrad von ihm war, wurde das Rennen aber leider abgewunken.
Trotzdem ein sehr guter Lauf, welcher die Vorfreude auf den zweiten Lauf erhöhte.

Der Start zum zweiten Lauf war dann aber leider nicht mehr so gut. Ich kam als 5. aus der ersten Runde. Dies blieb ich auch, bis nach 10min Renndistanz das Rennen abgebrochen wurde, da ein Fahrer verletzt auf der Strecke liegen blieb. Ihm geht es zum Glück wieder gut soweit, er hatte eine Gehirnerschütterung.

Leider passierten an diesem Tag noch einige weitere Unfälle, was zufolge hatte das sie einige Verspätungen hatten im Zeitplan. Somit wurde entschieden, dass der zweite Lauf nicht erneut gestartet wird. Dies war eine sehr vernünftige Entscheidung, denn es war bereits am ein dunkeln.
Ich wünsche an dieser Stelle allen Verunfallten gute Besserung.

An dieser Stelle möchte ich mich gerne noch bei allen Sponsoren, Gönner, Freunden und Familie herzlichst bedanken. Ohne euch hätte ich niemals diese Möglichkeiten die ihr mir ermöglicht.
Weiter möchte ich mich auch bei meinem Team mit meinem Bruder Roman als Mechaniker und meiner Freundin Janine als Köchin und Betreuerin bedanken.
Ihr macht das perfekt und ich bin sehr froh euch an meiner Seite zu haben!
Ein riesen Dankeschön an alle.

Nun geht es langsam in Richtung Winterpause. Aber zuerst bin ich sehr auf die neuen Motorräder gespannt welche ich in den nächsten Tagen in Empfang nehmen darf. Soweit das Wetter mitmacht, möchte ich noch einige Stunden auf den neuen  Motorrädern verbringen, bevor dann die definitive Winterpause vor der Türe steht.


Saisonhighlight in Grosswangen, 10.09.2017

Auf Grosswangen freute ich mich dieses Jahr ganz besonders. Denn das letzte ausgetragene Rennen auf diesem Gelände  war schon ganze 4 Jahre her. Und dazumal war es eine der am besten organisierten Veranstaltung überhaupt!
Am Samstagabend wurde ein Showrace/Holeshotrace organisiert, wo ich zum mitstarten angefragt wurde. Dort wurde ich insgesamt 3. Schon mal einen guten Start ins Wochenende :-)

Als wir ins Freitraining starteten wurde ich stark von der Strecke überrascht. Denn sie war schon in einem Zustand, wie andere erst am Sonntagabend sind. Dies fand ich auf der einen Seite ziemlich schwierig, auf der anderen sehr positiv. Denn somit wusste ich, es wird ein strenger Tag, ich wusste aber auch, dass ich konditionell fit bin.
Im Zeittraining fuhr ich einen zufriedenstellenden 8. Platz heraus, denn es waren einige Gaststarter und ebenfalls ein WM-Pilot dabei.

Der Start zum ersten Lauf war verhalten. Da ich aber in die erste Kurve ganz eng einbiegen konnte, übernahm ich sogar die Führung vor dem zweiten Bogen. Ich fuhr eine halbe Runde an der Spitze bis ich einen kleinen Fahrfehler machte und die Führung abgeben musste.
Danach fuhr ich eine ganze Weile auf dem 5. Platz, konnte aber gegen Ende des Laufes wieder Zeit gutmachen und wurde noch 4.

Im zweiten Lauf hatte ich einen miserablen Start. Ich kam ca. als 20. aus dem ersten Bogen. Danach musste ich eine Aufholjagt starten. Dies erwies sich aber als sehr schwierig, da die Strecke so ausgefahren war gab es praktisch nur eine Linie auf welcher man schnell war. Ich kam trotzdem noch auf den guten 9. Platz hervor.

Es war ein sehr gelungenes Wochenende, denn die Organisatoren gaben sich wieder alle Mühe und hatten eine super Veranstaltung auf die Beine gestellt.


Rennbericht Braunau, 30.07.17

Als nächstes Rennen stand Braunau auf meinem Rennplan. Das Rennen war nach langer Pause wieder einmal, die Strecke sah gut aus und der Boden war in einem guten Zustand.

Im Zeittraining fand ich einige gute Linien und konnte mir den 4. Startplatz sichern.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir nicht wirklich, ich kam nicht optimal aus dem Gatter und stiess mit einem Fahrer leicht zusammen auf der Startgeraden. Ich bog ca. als 15. in den ersten Bogen, konnte mich aber in den beiden weiteren Kurven gut an meinen Mitstreitern „vorbei mogeln" und fand mich nach der ersten Runde bereits auf dem 4. Platz wieder. Dann kämpfte ich mich weiter nach vorne und 4 Runden vor Schluss gelang mir sogar noch der Sprung auf den zweiten Platz. Mit diesem ersten Lauf und meiner Aufholjagd war ich sehr zufrieden.

Der Start zum zweiten Lauf war ebenfalls nicht gut, denn ich wurde bereits im Startbogen abgeklemmt. Danach fuhr ich auf 5. Position, bis ich in einem Bogen über das Vorderrad stürzte und wieder als 10. ins Rennen zurück fand. Währen der wiederholten Aufholjagt hatte ich noch riesiges Glück, denn bei einem Sprung stiess ich mit einem Mitstreiter in der Luft zusammen. Wir hatten beide sehr grosses Glück, dass wir nicht stürzten. Danach versuchte ich mein Bestes und kam nach diesem schwierigen und verkorksten Lauf als 9. ins Ziel.
Ich war enttäuscht, denn ich wusste, dass ich es besser kann. Aber trotzdem war ich sehr froh, ohne grössere Blessuren aus diesem Lauf gekommen zu sein.

In der Jahresrangliste konnte ich mich bis jetzt auf den 8. Rang hervor arbeiten. Das nächste FMS Rennen findet dann am 09./10. September in Grosswangen statt. Zuerst werde ich jetzt eine kleine Sommerpause absolvieren um mich danach optimal auf die letzten beiden Schweizermeisterschaftsrennen vorbereiten zu können.

Wir wünschen euch eine schöne Sommerzeit und bis bald wieder J

Greez Cyrill Scheiwiller #501

 

Erfolgreiches Rennwochenende in Broc, 23.07.2017

Als wir uns auf den Weg nach Broc machten, stellte sich am Wohnmobil ein kleines Problem heraus. Wir bemerkten, dass es die Batterie nicht mehr lädt, da der Alternator kaputt ging. Wir haben uns entschlossen trotzdem auf direktem Weg nach Broc zu fahren, einfach ohne Radio und ohne Licht, denn so konnten wir die Batterie so gut wie möglich schonen. In Broc angekommen mussten wir zuerst die Batterie laden damit diese am Sonntagabend auch wieder bis nach Hause reicht.
Die Rennstrecke präsentierte sich mit einem optimalen Boden. Am Samstagabend begann es dann auch noch leicht zu regnen, was die beste Voraussetzung für den Sonntag brachte.

Im Zeittraining konnte ich die 3. schnellste Zeit heraus fahren. Ich fühlte mich gut und wusste das an diesem Renntag gute Resultate möglich sind.

Der Start zum ersten Lauf war okey. Ich kam als 5. aus der ersten Runde und kämpfte mich sofort an die 2. Stelle hinter Baumgartner hervor. Danach attackierte ich den erstplatzierten erfolgreich und konnte einen Sicherheitsabstand heraus fahren. Nach ca. 2/3 des Rennens machte ich einen kleinen Fahrfehler und stürzte. Die Führung war futsch, aber ich konnte mich schnell wieder aufrappeln. Da ich mich durch den Sturz leider bereits auf dem 3. Platz befand, kämpfte ich mich schnell wieder auf Platz 2 nach vorne und konnte auch fast den erstplatzierten noch einholen. Die Rennzeit war aber leider zu Ende und ich gab mich mit dem guten 2. Rang zufrieden.

Im zweiten Lauf hatte ich einen besseren Start und befand mich direkt auf dem 2. Platz. Ich überholte den erstplatzierten und fuhr das ganze Rennen in Führung, bis mich plötzlich der Franzose Jason Clermont von hinten angriff und überholte. Er fuhr einen leichten Vorsprung hinaus, welchen ich dann aber wieder aufholen konnte. Für einen Angriff reichte dann jedoch meine Kraft nicht mehr.
Wieder einen guten 2. Platz, was in der Tageswertung auch den 2. Schlussrang brachte.
Ich war sehr zufrieden mit diesem erfolgreichen Renntag.

Greez Cyrill Scheiwiller #501


 

Rennbericht Bullet, 16.07.2017

Die Strecke in Bullet präsentierte sich von einer beeindruckenden Art. Sie hatte eine optimale Grösse, viele Sprünge, Auf- und Abfahrten und viele Rillen. Einfach so wie eine Motocross strecke sein muss.

Im Zeittraining hatte ich einen unglücklichen Start, ich ging bereits bei meinem zweiten Versuch eine gute Zeit zu fahren zu Boden. Mir rutschte das Vorderrad über einem Hügel weg. Ich versuchte es nochmals und schlussendlich gelang mir bei meiner aller letzten Runde die beste Zeit. Ich erreichte den 7. Startplatz, was für mich soweit ganz okey war.

Der Start zum ersten Lauf war nicht ganz optimal, ich kam nicht gut aus dem Gatter, trotzdem war ich nach der ersten Kurve aber bereits auf dem 5. Platz. Ich wollte angreifen und konnte gut mitfahren, musste aber leider wegen einem Fahrfehler zu Boden und reihte mich als 9. wieder ein. Ich versuchte weiter anzugreifen und konnte die Lücke zum Vordermann schliessen, gerade als ich an seinem Hinterrad war, hatte ich aber keine Hinterradbremse mehr. Sie war überhitzt und ich musste 5 Runden ohne Hinterradbremse fahren. Somit verlor ich wieder wichtige Plätze und kam schlussendlich als 11. ins Ziel. Ich war sehr unzufrieden, da ich wusste es wäre einiges mehr möglich gewesen.

Der Start zum zweiten Lauf war ähnlich wie der Erste, ich konnte aber bereits in der ersten Kurve einige Plätze gut machen und ging als 4. in die erste Runde. Ich attackierte den vor mir liegenden Baumgartner gleich in den ersten Runden, musste ihn dann aber ein wenig ziehen lassen. Wir fuhren das ganze Rennen den gleichen Speed, bis ich gegen Ende nochmals Geschwindigkeit zulegen und die Lücke zu Baumgartner schliessen konnte. Als ich direkt hinter ihm war, machte er einen Fahrfehler und stürzte. Ich konnte den 3. Platz übernehmen und fuhr diesen sicher ins Ziel.

Ich freute mich riesig über das Podium und wusste, dass es möglich ist mit den Ersten mitzufahren, und das baut mich mental sehr auf. J

Greez Cyrill #501


Cossonay, 11.06.2017

Mein zweites Rennen für die Schweizermeisterschaft war in Cossonay und gestaltete sich schwierig. Die Strecke war sehr technisch und am Morgen schon ziemlich ausgefahren. Dennoch gelang mir der 8. Rang im Zeittraining. Ich war nicht ganz zufrieden, aber es waren sehr viele Gastfahrer am Start, was mich ein wenig tröstete.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir nicht so gut wie in Muri, ich reihte mich als 8. ein. Dann fuhr ich lange auf dieser Position, bis mich ein Mitstreiter überholte. Danach hatte ich noch einen Sturz und fuhr den 12. Rang ins Ziel.

Im zweiten Lauf war der Start derselbe wie im ersten Lauf, trotzdem konnte ich bessere Linien fahren und fuhr bis etwa 5min vor Schluss auf den 7. Platz. Danach hatte ich abermals einen Sturz und fuhr als 10. über die Ziellinie.
Es war ein enttäuschendes Wochenende, vor allem wegen den vielen Stürzen. Trotzdem bin ich froh, dass ich gesund nach Hause durfte und werde versuchen mich in den folgenden Veranstaltungen zu verbessern.

Liebe Grüsse und einen guten Wochenstart
Cyrill #501

 


Erstes FMS Rennen in Muri nach der Unfallpause, 05.06.2017

Nach langer Verletzungspause stand ich erstmals wieder am Startgatter zur Schweizermeisterschaft. Ich wusste, dass ich noch nicht 100% fit bin, trotzdem war ich gespannt wo ich mich unter den Mitkonkurrenten einreihen kann.
Im Zeittraining merkte ich,  dass mir das Zeitfahren schwierig fällt, da ich ein wenig aus der Übung bin. Im Voraus habe ich einige Trainingsfahrten in Italien absolviert, aber ein Zeittraining kann man nicht simulieren. Trotz allem gelang mir der gute 5. Startplatz.

Der Start zum ersten Lauf gelang mir sehr gut. Ich kam perfekt aus dem Gatter und war einer der Ersten auf der Startgeraden. Als der Startbogen näher kam zögerte ich ein wenig da ich keinen Sturz riskieren wollte, somit kam ich als 5. aus der ersten Runde.  Ich fühlte mich wohl und habe gemerkt, dass ich gut mit den vorderen mithalten kann. Nach der ersten Runde startete ich den Angriff auf den vor mir liegenden Fahrer, beim zweiten Versuch ging ich dann an ihm vorbei.  Als ich den drittplatzierten vor mir hatte und den Angriff vorbereitete, passierte mir einen Fehler in den Whoops. Mir rutschte das Vorderrad weg und genau bei der ersten Welle hat es wieder Gripp gefunden und somit katapultierte es mich über den Lenker. Ich landete unsanft auf der dritten Welle und mir blieb die Luft für einige Sekunden weg. Ich lag auf der Strecke und habe geschaut, dass ich den Rücken gerade halte, damit ich möglichst schnell wieder atmen kann. Es ging aber eine ganze Weile und bis ich mich wieder auf das Motorrad geschwungen habe, wurde ich überrundet. Somit habe mich entschieden das Rennen abzubrechen und ins Fahrerlager zurück zu gehen.

Der Start zum zweiten Lauf war ziemlich gleich wie im Ersten. Im Rennen selber fühlte ich mich nicht ganz wohl, da die Strecke sehr ausgefahren war und ich somit Schmerzen hatte im Handgelenk. Ich versuchte ein konstantes Tempo zu fahren, verlor dann aber noch einige Ränge. Am Ende konnte ich an meinem ersten Schweizermeisterschaftsrennen nach dem Unfall den guten 8. Rang nach Hause fahren.

  

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